Aktuelles & News2020-06-01T20:26:43+02:00

Erste Hilfe Outdoor

nicht immer sieht es so dramatisch aus…manchmal scheint auch bei Übungen und Ausbildung die Sonne…und die Teilnehmer strahlen mit ihr um die Wette:-)!

Wer rausgeht und sich zu helfen weiß, wenn es doch mal daneben geht…der ist gut ausgestellt. In kleinen Gruppen bis max. 8 Personen üben wir, was im Standardkurs EH nie passiert….nicht Wissen alleine ist das Ziel: Können und den Mut mal hinzufassen wollen wir erwecken…

..das Wilderness First Aid  Teil 1 “ Basics“ ist bei bestem Wetter gelaufen und wieder einmal wurde klar:

Erste Hilfe Outdoor ist kein Spaßthema, macht aber Spaß solange es nur Übung ist. 1 Hund, 6 Personen und eine frisch genähte, mit Holzpellets gefüllte  80 Kg schwere Übungspuppe namens Fritz haben den goldenen Herbst bei bestem Essen und bei wichtigen Themen für Guides, Veranstalter und letztlich auch Privatiers verbracht. Wieder mal haben wir keine Mühen gescheut, auch bei kleiner Gruppe alles rauszuholen.
Theoretische und praktische Übungsaufgaben, intensive Betrachtung folgender „Neben“themen waren auch dabei:

  • EH mit und am Kind
  • Sicherstellung der Vermeidung von EH bei Anwesenheit von Hunden
  • Versicherungsechtliche Betrachtungen
  • Aufgaben ds Guides im Bereich Vorsicht-Weitsicht-Umsicht
  • Fürsorge und sich kümmern
  • Juristische Kernaspekte

 

Themen waren dabei :

  • Allgemeines Basiswissen EH, Notfallmanagement des Guides
  • Out of Center Position des Guides, Guide als Ersthelfer
  • Abbildung von San Übungen
  • Verbände, Brüche, Gifte, Improvisation, Blutstillung
  • Führung d Entscheidung
  • Gruppe in der Notfalsituation
  • Hilfeschemata
  • Kommunikation
  • Umgang mit Verletzten
  • Bodycheck
  • behelfsmäßiger Transport
  • Tragegriffe
  • Rettung aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich
  • Übungsaufgaben
  • Nachtausbildung im Gelände

Freitag wurde die wieder entdeckte Tajine erneut bestückt und fand großen Anklang, Samstag wurde wieder frisch geräuchert und wie bei uns +üblich reichlich und sehr lecker gekocht.

Das Menü des 2. Abends:

  • Im Backofen erwärmte, am Nachmittag frisch geräucherte Forellen
  • Selleriepüree frisch gestampft
  • Rosmarinkartoffeln
  • Gartenzucchini mit Pilzen und Zwiebeln.

Das Wetter hat uns nach dem Orkantief einen wahrlich goldenen Oktober beschert und bei mäßig kalten Temperaturen saßen wir im Wald und haben es uns wie immer gut gehen lassen. Nach dem Orkan vorher waren unsere Augen auch bei den Bäumen…man musste sich nicht groß anstrengen um zu sehen, unter welchem alten Baum man am besen nicht mehr langgeht.

Wenn man sich ein Kanu zulegt…

…dann muss man es auch fahren.

Finde ich. Aber mal einmal von vorne.

Ich fahre schon seit Jahren immer wieder gerne Kanu. Mal so nebenbei am Wochenende, im Rahmen der Guide Academy oder im Urlaub. Eine Fahrt im Kanadier, egal ob auf einem Fluss oder See, gibt nochmal eine ganz andere Perspektive auf Flora und Fauna und hat in der Ruhe der Fortbewegung seinen ganz eigenen Reiz. Gleichzeitig ist das Kanufahren eine Sportart der Kategorie „leicht zu lernen, schwer zu meistern“ und bringt seine ganz eigenen Anforderungen an Mensch und Material mit sich.
Bevor ich 2019 eine große Kanutour am Isteren See in Norwegen (neben dem großen Femundsee) mit 4 Erwachsenen, dem 5 jährigen Sohn einer Freundin und meinem Hund geplant hatte, entschied ich mich auch, die ganze Bande vorher nochmal auf einen Kanukurs zu nehmen. Was macht man, wenn man kentert? Wie steuert man die Boote eigentlich vernünftig? Wie halte ich das Paddel richtig?
Tja, und wenn man dann einmal eine ordentliche Stromschnelle gefahren ist und auch noch spaß dabei hatte ist man direkt angefixt…

…und kauft sich mal ein gebrauchtes Boot 😀 Aber dann wird’s auch ernst. So ein bisschen den Fluss runterpaddeln ist nicht so schwer. Aber wenn man vor hat, das ganze richtig zu lernen, muss man am Ball bleiben. Ich bin diesen Sommer fast jedes freie Wochenende im Kurs, Solo oder mit Gruppen die wunderschöne Lippe von Paderborn aus heruntergefahren und muss sagen: Es wird nicht alt. Mit jeder Fahrt kommt mehr Gefühl in die Steuerung und Manöver die man vorher im Kopf genau planen musste klappen auch intuitiv. Und es macht jedes mal mehr Spaß, neues oder bekanntes an verschiedenen Ecken, bei unterschiedlichem Pegel und an den Stromschnellen auf der Kanustrecke zu probieren.

So langsam muss hier aber mal ein Punkt her. Weil nur um meinen persönlichen Spaß geht hier nun auch nicht. Also, warum schreib ich das so alles daher? Ganz einfach. Ich bilde mich aktuell zum Kanu Guide weiter um hier ab 2022 zusammen für die Guide Academy mit weiteren Partnern einen Lehrgang zum Thema anzubieten.
Jetzt im Winter, wo weniger Tagestouristen auf den Flüssen unterwegs sind und die Pegel hoffentlich etwas höher sind, gibt es bei mir in Ostwestfalen noch einige Kleinflüsse zu erkunden und Technik zu üben. Dazu möchte ich Euch hier im Guide Academy Blog mitnehmen und gleichzeitig diverse Themen rund ums Kanu beleuchten!

Oktober 20th, 2021|Schlagwörter: , , , , , , |

Ausbildung Trekking Guide 2021 Modul „Navigation“

15.-17.10.2021, Altenau im Harz

Mit Peter als erfahrenem Truppenfachlehrer für Navigation und als Hubschrauberpilot, sowie mit Gerrit als Kochtrainer und Psychologe geht es nun in der Ausbildung Trekking Guide 2021 Modul „Navigation“ in die kalte Jahreszeit über. Beide sind ausgebildete und erfahre Trekker und Trekking Guides. Als Fachinstructor GAE sind sie hier ganz in ihren Elementen! Dazu nutzen wir, um das Wissen vom Gebirgswandermodul im Vormonat anteilig zu wiederholen, den Harz in seiner rauen und durchaus fordernden Art.
Seit Mai/Juni haben stattgefunden die Module:

  • Outdoor Basics
  • Erste Hilfe Notfallmanagement
  • Trekking
  • Leadership
  • Mountain Fjäll Basics

Im Schwerpunkt geht es um Orientieren und sich zurechtfinden…es ist eben mehr als nur ein Handy als Ersatz-GPS (ist eh Unfug!) oder ein superteures GPS mit zig Funktionen, die keiner kennt. Vielmehr geht es um Basiswissen in vertiefter und gründlicher Art zu Karten, Kompass und GPS in Nutzung in einem schwierigen Gelände unter körperlicher Belastung durch Herbstkälte und – nässe. daneben das Camp mit Tarps und unbekannten Kochern , Essensplanung auf Zuruf und Selbstorganisation…wieder ein rundum buntes und sich in vielen Teilen wiederholendes Modul. In den Vormodulen war nach der Grundeinweisung natürlich der Kompass dabei und wurde anteilig genutzt, die Karte war schon intensiver dran…jetzt wird alles zusammengefügt und geübt.

Wir berichten dann nach dem Modul mit Bildern:-)!

Wilderness First Aid 2021

Termine:

Teil 1 (Basic) 22.-24.10.2021 Baden-Baden
Teil 2 (Trekking-Mountain)  19.-21.11.2021  Baden-Baden
Teil 3 (Winter) 17.-19.12.2021 Baden-Baden

Knacks…..umgeknickt und Band gerissen.
4 Stunden vor der Hütte, irgendwo in Lappland im Herbst. 2 Personen sind zusammen auf dem Trail, es ist neblig, keine Handyverbindung, Temperaturen am Sinken.
Aus einem an sich banalen kleinen Stolperer kann so in wenigen Momenten eine echte Gefahrensituation werden, die Handeln erfordert. Mit Wilderness First Aid 2021 kann sich jedermann und jederfrau für Touren und Camps wappnen.

Für den ersten Teil 22.-24.10.2021 bei Baden-Baden sind noch 3 Plätze frei! Alle teile können auch einzeln gebucht werden.
Jetzt anmelden 

Wir leben im Zeltcamp, kochen saulecker und genießen neben spannenden Übungen einfach die gemeinsamen Tage im Herbstwald.

Um dem Thema „wie helfe ich mir selbst im Notfall“ solide und von jedermann praktizierbare Kenntnisse mitzugeben, haben wir die 3-teilige Weiterbildung aufgestellt. Die Tagespresse hat es in den letzten Tagen gezeigt, wie schnell aus einer Verirrung einer 8 jährigen auf einer vollkommen unspektakulären Familienwanderung am Samstagnachmittag bei schlechtem Wetter und und übersichtlichem Gelände eine Rettungsaktion von über 1200 Suchern wird. eine die aufgrund einer  sicheren Unterkühlung in der Jahreszeit, die ungestoppt immer tödlich endet, zu einer zum Glück glücklichen Rettung gegen die Zeit wurde.

Die vielen Bergwachtberichte zeigen es auch, dass ein Handy eben kein Hilfe oder gar Selbsthilfeinstrument ist …und wer da draussen unterwegs ist, tut gut daran, sich selber helfen zu können. Nicht immer ist jemand schnell oder überhaupt zur Stelle.

Was ist im Notfall zu tun?

In Notfallsituationen beschleunigt sich alles und manch einer kommt innerlich mangels Übung und Ausbildung erst mal zum Stehen…es braucht kurz oder länger um sich zu fassen und dann zu agieren. Oft genug wird gezögert, „weil man nichts falsch machen möchte“…doch letztlich ist das einzig Falsche nahezu immer nur eines. Nichts zu tun. Jeder kann sich selber und dem Kumpel helfen…der Rucksack bietet auch ohne große Sanitätstasche schon bei einem kleinen San Pack viel Improvisationsmaterial.
Mit Übung und  vor Ort Kreativität und Handlungsmut wird es dann was!

 

Oktober 14th, 2021|

Neue Wanderführer GAE

Während des Bergmodules vom 23.- 26.09.21 haben am Berg einige der Teilnehmer ihr Zertifikat Natur- und Wanderführer /Nature-Walking Guide und eine Teilnehmerin vom letzten Jahrgang  ihr Badge als Trekking Guide erhalten. Nun geht es zügig weiter in Richtung Trekking Guide. Mit 2 Teilnehmern, die nun wieder in ihrem Job arbeiteten können, werden wir die Ausbildung im speziellen Rahmen zu Ende durchführen..:-). Den Abschluss dieser Ausbildungsstufe bildete eine umfangreiche Tourenplanung – und eine Roadbookerstellung…die Aufgabe haben alle sehr detailliert und sehr professionell gelöst!

Wir gratulieren und wünschen stets gute Touren, nette Teilnehmer und gesunde Heimkehr!
Weitere Teilnehmer, die auch anstanden, sind wegen Krankheit  oder Arbeit leider ausgefallen…..aber das holen wir beim nächsten Ausbildungsmodul „Orientierung und Navigation“ im Harz bald nach!

Für die Ausbildung 2022 sind noch Plätze frei…hier kannst du dich informieren und mit B0nus anmelden!

September 29th, 2021|

Bergrettung – Für den Notfall. Kein Service

Auch für alle die im Fjäll oder anderen entlegenen Gegenden unterwegs sind, sollte stets bekannt sein, wie schwierig, langwidrig und aufwändig eine Rettung im Notfall sein kann. Zum Teil müssen mehrere Stunden überbrückt werden bis Hilfe eintrifft. Genauso wichtig ist es, weder sich selbst, noch die Gruppe mit der man unterwegs ist zu überschätzen.

In der Ausbildung zum Trekking Guide bei der Guide Academy lernst du, durch gute Planung und solides Notfallmanagement, Unfällen vorzubeugen oder, wenn dann doch was passiert, beherzt und sicher damit umzugehen.

Übrigens, gibt es bei uns auch kürze Kurse zum Thema Erste Hilfe in der Wildnis. Neue Termine für 2021 sind eingestellt!

Zum Einstieg ins Thema empfehlen wir die spannende Doku von BR „Hybris am Berg“:

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September 24th, 2021|Schlagwörter: , , , , , , |

Trekking Guide Ausbildungsmodul „Trekking“ im Odenwald 11.-13.07.2021

Nachtrag zum Modul (11.-13.07.21)

…und wieder mal gehts los! Das Trekking Guide Ausbildungsmodul „Trekking“ im Odenwald 11.-13.07.2021 ist das Lauftraining und Führungstraining. Dabei sind auch EH, Natur, Kommunikation, Dog-Trekking, Biwakbau, Kochen, Routenplanung.

Langsam tröpfeln die ersten Teilnehmer Donnerstagabend am Camping in Eberbach ein und bauen auf. Ein bisschen plaudern, was sich so seit dem letzten Modul Erste Hilfe ergeben hat  und ohne Programm geht es früh in den Schlafsack…der Morgen findet uns früh am Start. Das Cafe am Camping ist leider noch zu, wir nutzen aber die Möglichkeit gut aufgelockert zu sitzen und Karten – und Kompassausbildung zu machen. Eingestiegen sind wir mit Kompassen: alte, neue, kleine, große, dicke, dünne, teure, billige…..Wie jeden Morgen hat sich jeder frisch getestet. Langsam wird es Routine:-)

Nach der Einführung heißt es Rucksäcke schultern, diese nochmal zu justieren und los gehts in Richtung der Stolzeneckruine. Dort oben, wo wir sonst ein Camp hatten, geht es wegen Renovierung dieses Jahr nicht und so tippeln wir frohgemut über Teile des Neckarsteiges hin zum bekannten Naturfreundehaus Zwingenberger Hof. Dort angekommen bekommen wir gerade noch was zum Trinken und bauen fix auf. Jeder sucht sich auf der Wiese einen schönen Platz und sehr bald bekommen wir auch den typisch deutschen Verhaltenskodex an so einem Platz, den auch andere frequentieren, zu spüren…Kinder, die ohne jede Vorwarnung die bei uns mitlaufenden Hunde anfassen wollen ohne zu fragen, Eltern, die nicht dabei sind und sich später wundern, wenn wir die Kids kurz, knapp und deutlich drauf hinweisen, dass sie besser fremde Hunde nicht einfach antatschen. Die Feuerstelle wird von einer Gruppe besetzt und mit dem Kommentar: „Wir sind heute so viele, da könnt ihr nicht dazu kommen“ der Zutritt verweigert. Von nacheinander oder abwechselnd nutzen ist man hier meist eben doch sehr weit entfernt. Wir weichen auf eine andere Feuerstelle aus und haben dort einen schöne Koch – und Plauderrunde. Einzelne bleiben noch lange bis nach Mitternacht sitzen und schwatzen…:-)

Das Hochwasser des Neckars hat die Wiese wie richtig eingeschätzt über Nacht nicht geflutet, der am Abend ausgelegte Standanzeiger aber war verschwunden. Der Fluß arbeitet. Wir arbeiten auch wieder und traben Richtung Burg Zwingenburg, eine imposante Anlage am Ufer gegenüber, hinter der der Einstieg in die bekannte Wolfsschlucht ist. Dort machen wir eine ordentliche Einweisung und Übung ins Berggehen und sauber Hintreten…der Steig hat stellenweise mittleren Alpincharakter und so nutzen wir, was uns am Wegesrand gegeben wird, natürlich aus. Für die Hundeführer gibt es auch noch Input auf dem schmalen Steig, es zeigt sich schnell, dass Berggehen mit Hund ebenfalls trainierbar und -bedürftig ist, um Unfälle zu vermeiden. Insbesondere ist das Thema leine ein Thema…die weitverbreitete Ansicht, der Hund suche sich schon seinen Weg ist im Naturschutzgebiet ebenso, wie auf schmalen Wegen ohne Ausweichmöglichkeit schlicht falsch bzw. wird ebenso schnell mal gefährlich, wie ein angeleinter Hund, der aus welchem Grund auch immer plötzlich die Richtung ändert oder zwischen die Beine und Stöcke  von Vorauslaufenden gerät.

Die Schlucht führt mäßig Wasser und zeigt uns eine der kleinen Perlen des Odenwaldes in grün, frisch und still. Bei Starkregen wird so eine Klamm schnell zur tödlichen Falle. Das einlaufende Wasser kann nur am Grund der Klamm fließen und kommt über die Hänge zusammen. Überflutet es auch den steig steht man bei Gewitter schnell in einer Starkstromleitung mitten drin. Der Regen der letzten Wochen kann auch die Hänge lockern und bei zu viel Wasser mörderische Muränen auslösen. Trotz aller Naturschönheit ist der Wanderer stets für seine Sicherheit selber verantwortlich..auch wenn kein Sperrschild da steht. Oben angekommen gibt es Ausbildung in Sachen Sanität: Tragenbau aus Seilmaterial und eine Trageübung im Gelände. Jedem wird so deutlich, dass Unfälle, die wie in dem gerade durchlaufenen Gelände sehr schnell zu einem enormen Hilfe.- und Personalaufwand mutieren. Daher: Vorsicht-Weitsicht-Umsicht. Sonst hat man schnell das Nachsehen. In vielen Fällen vollkommen unnötig und vermeidbar. Im Vorfeld haben die Teilnehmer diverse Links zu aktuellen Outdoorunfällen erhalten und die Aufgaben, sich dazu zu positionieren und einen Kurzvortrag vorzubereiten, um sich damit innerlich zu befassen. Die Saison ist noch jung und es sind massiv Unfälle am Berg, am Wasser und mit dem Bike zu verzeichnen.

Der weitere Weg führt uns zum Lohrbacher Forst…einem schönen Waldjugendzeltplatz, der uns schon oft als Quartierplatz diente. Auf dem Weg dorthin bekommen alle Teilnehmer einen Vorgeschmack auf den heißen Teil des Odenwaldes. Dort wo man aus den dichten Laufwäldern tritt haut die Sonne aufs Dach. Auch das Wasserproblem im Odenwald macht sich bemerkbar, es gibt nicht viele Bäche. An einer in der Karte eingetragenen Wasserstelle ist die Enttäuschung da denn es ist ein Wasserspeicher, kein Brunnen.

Direkt daneben tritt aus dem sandigen Boden aber bestes, frisches Wasser aus der Erde und bildet einen kleinen, ganz winzigen Strom, eher ein Strömchen, wo man nur mit der Tasse schluckweise kühles Wasser zapfen kann. Am Weg werden dann noch diverse kleine Übungen eingebaut: Erklimmen eines steilen Waldhanges mit Gepäck, Gepäckübernahme von einem Verletzten, Orientierung und Überqueren eines breiten Baches mit gutem Wasserstand und reichlich Stellen zum Knochenbrechen.

Am Abend findet uns eine stille Wiese, der letzte Sonnenschein wird noch ausgenutzt und alles ausgebrietet zum Lüften. Später in der Nacht wird es ungemütlich. Eine dicke Gewitterzelle hängt sich fest und wir bekommen den Ausläufer mit. Wieder mal ergiebiger Regen und danach erfrischte Luft, die auch noch am kommenden Morgen gut tut.

Der Abstieg zum Bahnhof Neckargerach ist schnell erledigt und wir nutzen so den ÖPNV und lassen das Wochenende sachte ausklingen. Aus der erhofften Erfrischung  im Cafe am Camping wurde nichts, da wir als Gruppe ohne Anmeldung trotz freier Tische nicht nur nicht erwünscht waren, sondern bei Nachfrage regelrecht zusammengestaucht und selbst der Guideausbilder sehr unhöflich zum Gehen aufgefordert wurde. Service seht anders aus und Professionalität auch.
Die Gruppe hat sich dann in die nächstbeste Pizzeria verkrümelt und der Ausbilder harrte mit leerer Batterie am Platz aus….der ADAC hatte es nicht recht eilig und so konnte dann bei Rückkehr der mehr als zufriedenen Pizzanutzer das Auto ans Laufen gebracht und ein schönes Laufwochenende entspannt beendet werden. Nun ist Sommerpause und die Teilnehmer erhalten die Tage ihre Planungsaufgabe für ihre Stufe „Natur- und Wanderführer“.

Im September geht es mit dem Modul „Mountain-Fjäll-Basic-Training“ in Bad Reichenhall weiter.

Hier folgen zeitnah die nachgereichten Berichte über die Module:

  • Outdoor Basics
  • Erste Hilfe/Notfallmanagement
  • Leadership

 

Juli 22nd, 2021|

Pressereise mit der TGO im Odenwald

Trekking-Camps und Odenwald…was ist denn das und was macht man noch so im Odenwald? Das müssen wir uns mal ansehen, dachten sich die Presseschaffenden und buchten die Pressereise mit der TGO im Odenwald, wo es über mehrere Tage von Highlight zu Highlight ging.

Und so trafen am Freitagmorgen um 09.00 h die wanderhungrigen Pressevertreter aus allen möglichen Regionen mit der Tourismusgemeinschaft Odenwald, vertreten durch Tabea M. und Tina L. sowie Sannah M. von der Tourismus GmbH BaWü am Bahnhof in Neckarburken ein. Dort wurden sie von Kerstin P. vom Naturpark Neckartal-Odenwald und Christoph Maretzek, auch vom  Naturpark und der Guide Academy in Empfang genommen. Nach einer Einführung in die Arbeit des Naturparkes und das Trekking-Camp- Projekt kamen noch DIE Themen hinzu, die das Thema Trekking auch für die späteren Nutzer ab Mitte August ausmachen…Kartenkunde kurz, Wetterkunde kurz, Trinken und Essen unterwegs.

Angesichts der seit 5 Jahren für jeden Outdooraktiven gut erkennbaren Veränderungen im Wetterablauf und der Katastrophe in NRW war insbesondere der Blick nach oben und die Thematik „Wie sorge ich für meine eigene Sicherheit durch Beobachtung am Weg und im Wald “ selber ein Schwerpunkt. Trekking heißt selber machen und für sich selber sorgen…da ist niemand anders für verantwortlich.

Unter Kerstins Leitung brach die Gruppe zügig auf und währenddessen schaffte Christoph im späteren Camp eine Grundlage für die Teilnehmer…der versprochene Kaffee war fertig bei Ankunft am Nachmittag. Nach ca. 12 km bei durchaus sommerlichen Temperaturen bauten die TN dann erst mal unter Anleitung ihr großes Tarp auf und wurden von der  mit einem Eis überrascht!
Die scharfe Hitze hatte es an dem von großen Bäumen freien Platz in sich und so zeigte sich gleich die Besonderheit des Thema Trekkings: Ankommen und sich passend auf Wetter, Umgebung und Vorhaben selber einrichten ist eins und gehört dazu…die Platzeinrichtungen sind bewusst knapp gehalten, um eben unverbaute Natur zu erleben. Der Kompromiss zwischen notwendiger Infrastruktur und Natur ist ein fließender Prozess, der sich sicher in Nuancen auch noch mal weitergehend betrachten lässt, wenn die ersten Nutzer drüber sind. Schon diese Unternehmung brachte noch ein zwei gute Ideen auf..:-).

Der Förster des Revieres als großer Unterstützer war eben so da, wie der Ortsvorsteher und der Nachbar, der nebenan seine kleine Baumplantage hat…man will ja wissen, wer sich künftig da rumtreibt…:-).
Die Zelte standen schnell und dann wurden diverse typische Themen für das Outdoorleben praktisch durchgegangen…Feuer machen, Sicherheit, Umgang mit der Säge, Holz machen, Anzünder schnitzen, Kochen am Feuer…und immer wieder der prüfende Blick nach oben, der das Wetter scannte.

Spät nachts wurde dann der letzte Gang des Outdoormenüs serviert und danach wohlig geschlafen. Das Menü begann mit Astronatutenfutter aus der Tüte, dann gab es frische Brotfladen aus der Pfanne und Schmorgemüse aus der Muurika, sowie noch Würstchen und Fleisch aus dem Regiomaten in Dallau. Trekking heißt nicht Regenwürmer fangen…:-)

Morgens gab es dann die weltbesten Rühreier aus der dicken Pfanne (nicht rucksacktauglich….:-)), nochmal frische Fladen und Abendreste, Tütenmüsli und frischen Kaffee vom Feuer. Nach dem Abbau verlegt die Gruppe mit dem Kleinbus auf eine 3-D-Bahn zum Bogenschießen und Christoph machte sich gleich an die Nacharbeiten auf dem Platz, wie z.B. einen kleinen Pfad ins Gesträuch schlagen, damit man Brennholz sammeln gehen kann.

Juli 19th, 2021|

Dreharbeiten mit dem Norddeutschen Rundfunk Mai 2021

Mit dem NDR waren wir im Mai bereits in Köln zu spannenden und interessanten Dreharbeiten zu „Günstige Zelte auf Herz und Nieren geprüft“ unterwegs. Der Teil war ein teil eines ganzen Beitrages zu Outdoorklamotten und Ausrüstung…sehr interessant der Blick hinter die Marketing und – Produktionsaspekte! Das Team war cool und die Ergebnisse im Windkanal und draußen waren aufschlussreich..:-).

Das Feedback vom Team war prima:

Hallo Christoph,
herzlichen Dank auch von uns für Deine Expertise. Auf viele Details, die wichtig für Verarbeitung und Funktion sind, wären wir gar nicht gekommen ohne Dich. Also: good job! War richtig gut!

Die eigenen Erfahrungen aus 40 Jahren draußen auf Tour ließen sich gut auf die zu prüfenden Großzelte übertragen und haben sich letztlich im Windkanal fast durchgängig bestätigt…..schaut mal in den Beitrag morgen um 21.00 beim NDR.

https://www.ndr.de/fernsehen/programm/epg/Die-Tricks-mit-Camping-und-Outdoor,sendung1157168.html

Juni 6th, 2021|

Outdoor Basics für Trekking Guides 2021

Das Modul Outdoor Basics für Trekking Guides 2021 für die erste Halbgruppe und das angehängte Modul Leadership für den gesamten Kurs sind im Odenwald vom 24.-30.05.21 erfolgreich gelaufen. 4 Tage Regen, Starkwinde und dann anschließend Aufheiterung bis Knallesonne haben uns alle Repertoiremöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Coronas und der neue Platz haben die Abläufe verändert, nicht jedoch den eigenen Standard! Wieder einmal fanden 40 Jahre Outdoorleben und nun fast 30 Jahre Ausbildungstätigkeiten bei den Pfadis, der Gebirgstruppe, im ehemaligen Wildnisführerverband und in Dutzenden Camps und Touren zusammen und haben uns selber mindestens genauso viel Spaß gemacht wie den Teilnehmern..:-)

Verletzte waren wie seit 2003 im Guidetraining nicht zu beklagen und so hatten wir mit einer Supergruppe phantastische Tage. Die Teilnehmer kamen von Lübeck bis Bayern…viele Landschaften und Regionen waren also vertreten. Mit Gerrit hatten wir auch unseren Teampsychologen und erfahrenen Outdoorkoch- und Bäcker am Start, der mit den Teilnehmern mit einfachen Mitteln weltbeste Kuchen und Brote backte!

Themen waren:
Die von uns bewusste Beschränkung  der Zertifikate auf 15 pro Jahr macht die sehr intensive Ausbildung und die einzigartige Aufstellung mit vielen Bush Craftelementen, aufwändiges Kochen und Backen, die Ausgabe von viel persönlichem Material erst SO möglich und zeichnet diese Form der Ausbildung aus. Kocherparade, Werkzeugkunde, Kochen und Lebensmittel draußen, Naturkunde, Kräuter, Wetterbasics, Orientierung mit Karte und Kompass, GPS, Leadership Basics, Biwakbau Riskmanagement, Sprache und Kommunikation, Rucksack- und Stiefelkunde, Improvisationen u.a.m…….

Im angehängten Leadershipmodul ging es dann direkt weiter:
Gruppenführung, Kundengespräche, Stresssituationen, Streit und Zoff, Tagesetappe, Tourenplanung u.a.m.

Warum 12-max. 15 TN?
Gruppen die größer sind wollen wir nicht und NUR so kann richtig fleißig geübt und getestet werden. Alles andere ist für uns nicht vertretbar und ist methodisch-didaktisch in der GAE auch nicht denkbar. Wenn große Gruppen um ein Flipchart rum sitzen oder im Pulk üben sollen, dann widerspricht das unseren Ansprüchen. Da kann man weder vernünftig und nachhaltig ausbilden, noch können die Teilnehmer ausreichend üben und ausprobieren. DIESE Erfahrungen sind aber das A und O jeder vernünftigen und ihr Geld werte Ausbildung. Und wenn sich Leute auf so weite Wege zu uns machen, dann stehen wir nicht nur im Wort: wir halten es auch.
Unsere Versprechen sind Garantien.

Was passiert bei Outdoor Basics?
Ganz einfach: es wird einfach draußen abseits Strom fließend Wasser und mit den typischen eingeschränkten Mitteln gelebt. Dabei erweitern wir bewusst auch mit typischen Hütten- und Campszenen, um die Guides auch hierauf vorzubereiten. Und dann „verwöhnen“ wie sie auch noch mit ganz untypischen, für uns aber typischen aufgaben , Situationen und Herausforderungen…eben TRAIN AS YOU GUIDE! Der Kurs ist die Grundlage für alle folgenden Ausbildungsmodule und die Schaffung eines einheitlichen Anfangsniveaus für alle…unabhängig von Vorbildungen. Wer was weiß, kann dies auch einbringen und die Fähigkeiten der Teilnehmer werden gezielt abgerufen und zusammengeführt.

 

Termine 2021
Die Termine für 2022 kommen nach den ganzen Anpassungen wegen Corona etwas später als sonst…Mitte Juni hier auf der Website!“ Auch für 2022 gibt es nur 15 Zertifikate! Wer will kann sich bereits jetzt vormerken lassen!

Einfach mit dem Kontaktformular anschreiben!

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