Leadership und Guiding an der HAM
Im Studiengang „Outdoorsport und Adventuremanagement“ an der Hochschule für angewandtes Management, haben die Studierenden eine Abschlusspräsentation des Semesters in der Vorlesung „Leadership und Guiding“ zu erbringen. Seit einigen Semestern ist Christoph Maretzek als Dozent aufgrund seiner breiten Ausbildungs-/Leadership – und Outdoorerfahrungen dabei als Lehrender tätig. Er tut dies mit Freude und der Überzeugung, dass nur die aktive Auseinandersetzung mit Aufgaben letztlich die vermittelte Theorie tragfähig macht.
Förderung durch gezielte Forderung
Auch dieses Semester hat zur gezielten Übung dessen wieder eine komplexe und fordernde Aufgabe zu bewältigen.
Der Titel für dieses Semester lautet:
Entwicklung, Planung und Beschreibung eines Leadership-Outdoorseminars für Berufseinsteiger im Rahmen einer 7-tägigen Trekkingtour mit dem Themenschwerpunkt „Burgen- die Geschichte des Odenwaldes in Stein“.
Vom Wert der Ausbildung im Training
In junge Menschen investieren heißt:
In dessen und unsere Zukunft investieren. Denn schlecht ausgebildete Mitarbeiter, Chefs und Entscheider prägen ggf. eine ganze Generation durch falsches Handeln. Sich dem zu stellen und die Verantwortung für das Wohlergehen der anderen anzunehmen, nicht die vermeintliche „Macht“ zu leben…das ist Best Practise in Leadership.
Leadership und Guiding
Daher ist die Überschneidung mit den grundlegenden Inhalten der anspruchsvollen Guideausbildungen in der Guide-Academy-Europe, die er als thematischen Nachfolger des vormaligen Internationalen Wildnisführerverbandes e.V. aufgestellt und erfolgreich an den Markt gebracht hat, augenfällig.
Manager der kommenden Generation sind wie Guides:
Sie müssen oft unter erheblichem Zeitmangel, Veränderung des Planes oder Druck einiges leisten und beherrschen:
- Sich schnell zurechtfinden
- Gefahren erkennen
- Menschen erreichen und halten
- Maßnahmen ersinnen
- Aktiv werden
- Vorangehen
- Kommunizieren
- …..
Und oft genug haben sie keinen zweiten Anlauf…da ist es schon hilfreich, sich den Erfahrungen der Älteren nicht zu verschließen..:-)

Worum geht es dabei?
Die Präsentationaufgabe beschäftigt sich bei der sehr praxisorientierten Vorlesung „Leadership und Guiding“ traditionsgemäß mit einer gezielten Mischung aus:
- Leadership: Best Practise m Umgang mit anvertrauten Mitarbeitern, Führungsgrundsätze, angelehnt an Auftragstaktik und Innere Führung
- Planung: Idee, Gedanke, Plan…Umsetzung, Unterschied zwischen Planung und Vorbereitung, Einhaltung von Planungsvorgaben in Abwägung mit eigenen Gestaltungsräumen
- Schreiben: Verbale Gestaltung als Filter für eine Ausschreibung, Kreativität statt platter Werbesprüche
- Kartenstudium: Planung am Kartentisch als Grundlage der persönlichen Erkundung und weiteren Vorbereitung, Erkennen der Möglichkeiten unterwegs
- Werbung: Kunden ansprechen und aufmerksam machen, ehrliche Ausschreibung statt überzogener Versprechen
- Finanzplanung: Was darf es kosten- was muss es bringen?
- Kommunikation: Wie spreche ich über mich als Veranstalter, wie zeige ich auf, was der Kunde gewinnt?
- Materialplanung: Weniger ist mehr – gezielt planen und nutzen
- ……..

Studium als Ausbildung begreifen
Auch ein Studium bildet aus. Gerne wird es in unserer handwerks- und praxisarmen Zeit wie eine Übergangszeit gesehen oder die Zeit, wo man sich mal umsieht…doch dazu ist unsere Welt zu schnell und umfassend geworden.
Gezielt studieren heißt daher (neben dem Genuss der Zeit als junger Mensch!) u.a. auch:
- Die eigene Zeit nutzen
- Kontakte schmieden und halten
- Wissen aufnehmen und durch Übung zu Können werden lassen
- Eigene Erfahrungen generieren
- ………
Bildungswissen wird erst zu stabilem Können, wenn es geübt, angewandt, durch Erfahrung aufgewertet, mit Leben gefüllt und erfolgreich an den Mitarbeiter gebracht wird.
Wo dies nicht geschieht, erodiert dieses kurzfristig aufgenommene Wissen und sorgt für Fehler…glaubt man doch fehlerhafterweise, es „zu können“.

Die Zeit des Lernens
Lehrjahre sind keine Herrenjahre ist DER Satz, den jeder Handwerkslehrling in seiner Ausbildung früher hassen lernte und spätestens bei seinem eigenen ersten Lehrling aus guter Erfahrung genau so weitergibt. Wenn er denn dann weiß, was Ausbilden heißt!
Denn erst einmal heißt es:
- sich einordnen
- oft auch unterordnen
- lernen und üben
- Fehler machen unter Anleitung lernen sie zu vermeiden
- …….
Und dann greift der zweite Satz…..:
- Nur Übung macht den Meister.
Und der dritte seitens des Ausbilders heißt dann oft:
- Nochmal!
Der vierte Kernsatz ist dann:
- Die korrekte, umfängliche und vor allem ehrliche Auswertung und Bewertung der durchgeführten Aufgabe.
Der fünfte Satz ist dann bei guten Trainern und Ausbildern
- Der Hinweis wie und was noch verbesserungsfähig ist und der Tip, wie man dran geht.

Der Wert des Übens für Studierende
Auch Studierende, die ohne diese Grundsätze „durch ihr Studium kommen“ werden allzuoft schlechte Vorgesetzte und berufen sich auf ihre Papierqualifikation. Diese jedoch wird erst wirksam, wenn Können und gelebte Qualifikation dahinterstehen und erkennbar werden. Führung und Leitung ohne Kompetenzen wird stets scheitern:
- Soziale Intelligenz
- Fachwissen
- Kommunikationsfähigkeiten
Ein alter Meister sagte mal:
„Wenn du als Handwerker, der den Job will, dem Kunden nicht vernünftig guten Morgen und deinen Gesellen für die Arbeit nicht ordentlich danke sagen kannst, taugst du als Chef nix. Du wirst es dann an deinem Kontostand merken.“
Recht hatte er….weil er Erfahrungen hatte, die er weitergab. Und die nächste Generation musste schauen, wie sie es unter den Umständen ihrer Zeit mit Leben erfüllte. Das gilt insbesondere für Studierende, die nach viel Theorie mit dem teuersten und wertvollsten „Werkstoff“ ihres Arbeitslebens umzugehen haben:
Menschen und deren Bedürfnisse im Abgleich mit strukturellen, finanziellen und Führungsvorgaben, Kennzahlen und Problemen.
Die Vorlesung
In dieser Vorlesung, die aus Tagen am Adventure Campus (oder wegen Corona virtuell) und einem aktiven Part mit Wanderung, Planung derselben, Verpflegungsplanung, Outdoortechniken und Campgestaltung unter umweltverträglichen Bedingungen etc. zu tun hat, erlernen die Studiereden handfeste Techniken. Diese können als Outdoortraining die grundlegenden Leadershipmechanismen hervorragend und interessant abbilden.
Generationen treffen aufeinander
Darüber hinaus haben sie sich mit einem Vertreter alter und dabei hochaktueller Berufswerte auseinander zu setzen, die besonders im Rahmen der Arbeitsleistung unter Auftragsbedingungen wirksam werden. Jedoch werden sie heute anders abgebildet, bleiben aber als Forderung bestehen und die Konflikte sind real….und wie seit den Tagen der alten Griechen vollkommen normal. Jugend will voran-Alter prüft zuvor.
Kommunikation, Beobachtung, Fragen und Zuhören sind die Schlüssel, um darin erfolgreich zu sein. Auftragsrahmen heißt, dass eher Ziele und Rahmenbedingungen statt punktueller Einzelvorgaben den Hintergrund der gewünschten Leistung bilden. Zu glauben, dass dies durch Handauflegen und lautes Rufen von „ich kann das“ machbar wird, irrt grundlegend.
Jung sein und erfolgreich werden heißt vor allem:
- Lerne beim Zuhören.
- Begreife beim Anwenden.
- Verstehe beim Wiederholen.
- Durchdringe beim Betrachten.
- Steigere dich durch Belastung.
- Steh auf wenn du hinfällst
- Höre auf deinen Bauch.
- Danach denke mit dem Kopf.
- Und handle mit deinen eigenen Händen.
Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit den Unterschieden zwischen den Generationen, da in vielen Firmen erhebliche Konflikte dazu hochgradig wirksam sind. Dies wird in der Vorlesung gezielt durch die nicht unerheblichen Forderungen des Dozenten gefördert, der aus langen Jahren der Arbeits- und Ausbildungspraxis in handwerklichen Bereichen, Outdoorkontexten, Führungstätigkeiten und Ausbildungsgestaltung weiß:
Wer nicht gezielt und passend gefordert wird und lernt, Ziele gezielt zu zu erreichen oder auch mal zu scheitern und wieder neu anzusetzen, der wird niemals gutes Leadership praktizieren können. Er wird nie wissen, was es heißt und kann daher schlicht nicht das rechte Maß ermitteln, dass für den jeweiligen Mitarbeiter unter gewissenhafter und gründlicher Auswertung und Berücksichtigung des Auftragsrahmens gilt.
Trekking Nepal
….und kaum ist der Sommer rum, machen sie sich auf den Trail mit Blick auf den Everst.
Aber langsam…wer macht was?
Gut…..Franzi, als engagierte und stets belastbare Teilnehmerin der Trekking Guide Ausbildung im Jahrgang 2021/2022 hat sich am Ende des Jahres auf ihren Trail gemacht und sich Nepal mal ein bisschen angesehen. Sie ist wohlbehalten und voller Freude wieder zurück und hat sich fleißig dran gemacht, uns einen Bericht zu senden.
Sicherheit auf Tour- Planung und Vorbereitung
Aufgrund ihres „Zivilberufes“ weiß Franzi nur zu gut, wie es aussieht, wenn sich Leute nicht gut vorbereiten und dann zu Schaden kommen . Sie hat in der Ausbildung stets mit einem Lächeln, Nerven und einem stets freundlichen Wort mit sehr klarem Blick auf anstehende Notwendigkeiten alles bestens gemeistert und sich auch auf ihre Tour sauber vorbereitet.
Wir, als freie Ausbildungsstelle, freuen uns darüber um so mehr, als wir natürlich auch sehen, wie sehr am Markt vielen Guide Trainees in die Taschen gegriffen wird….und was diese dann teilweise vorzuweisen haben. Für unsere Trainees gelten da andere Regeln…und ihnen bieten sich auch andere Möglichkeiten! Für ihre eigenen Touren können sie unser Material ebenso wie unsere Beratung nutzen, wenn sie das wünschen und sie können, wenn sie und wir es wollen auch als Second Guide oder ggf. als Instructor einsteigen. Hierfür liegt die Maßlatte hoch und wer sich meldet, bekommt weitere Ausbildung. Die ist z.B. im Rahmen von Ausbildungsgestaltung, Kommunikation und Auftritt, oder weitergehender Outdoorkenntnisse.
Ausbildung als Guide als Vorbereitung für die eigenen Touren
Nicht jeder, der mitmacht, will auch Guide werden…einige wollen für sich wissen was sie zu wissen haben um sich selber sauber zu guiden.
Sie werden über 10 Monate sehr fordernd, umfassend und vor allem mit klarem, auf reales Outdoorleben methodisch-didaktisch passendem Aufbau auf der Erfahrung von mehr als 2 Jahrzehnten ausgebildet. Die Ausbildung wird jährlich weiter geschrieben und so ist Franzi also gut geplant und vorbereitet aufgebrochen. Wir haben aus der Ferne neidvoll vom Schreibtisch beim Jahresabschluss hinter her gewunken..:-)
Vielen Dank für die Zeilen und Bilder Franzi:-)!
Hier geht es zu ihrem Artikel….viel Spaß beim Lesen
Outdoorkochen in der Guide Academy Europe – Workshops für Guides, Pädagogen und Leiter
Outdoorkochen wird 2022 einer unserer Themenschwerpunkte werden.
Unsere Tagesevents für jedermann und jederfrau bei TREKK N Guide in Haag im Odenwald sind:
- 10.07.2022
- 12.11.2022
- Auf Anfrage stellen wir auch für Gruppen und Vereine oder Familien eigene Termine auf!
- Hier gehts zur Ausschreibung bei TREKK N Guide…
Weiterbildungen zu Outdoorkochen in der GAE 2022
Für Pädagogen und Leiter bieten wir mit der Guide Academy Europe 2022 erstmals Weiterbildungen dazu an. Die Termine werden derzeit aufgrund der Coronaentwicklung schrittweise neu erstellt.

Outdoorkochen…was ist das ?
Outdoorkochen ist mehr als nur Materialschlachten und fette Braten…es ist Abenteuer, Kunst und Natur, Kulinarik, Bush Craft und Fantasie…:-)!Es ist ein Genuss für sich, draußen zu sein und sich nicht nur selber verpflegen, sondern sich auch unter Touren- oder Campbedingungen verwöhnen zu können! On in Schweden oder anderswo der frische Fisch, im Camp der frische Rührkuchen, das behelfsmäßige Räuchern oder große Töpfe frischen Eintopfes für ganze Gruppen…die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Niemand muss unterwegs 3 Wochen Tomaten Rot-Weiß oder nur Astronautenfutter zu sich nehmen….kann man schon, wenn man das will. Jedoch ist es nach einem langen Tourentag ein Hocherlebnis sich vor dem Zelt sitzend schön zu bekochen. Wir stehen drauf..:-)! Und wollen das gerne an Interessierte weitergeben.

Kochen mit Kids
Seit 40 Jahren, beginnend bei den Pfadis wo wir selber im alten Kochgeschirr und im großen, verbeulten Hordentopf unterwegs kochten (man bedenke: in den 80er Jahren gab es kein Tütenfutter wie heute- wir haben nahezu alles frisch gekocht. Auch auf den wochenlangen Trekkingtouren in ganz Europa). Seit 2009 kochen wir bei den Kids Camps für das Forstamt Baden-Baden oder auch den neueren Camps im Odenwald. Hier findet ihr Events im Odenwald für die Freizeit und zum Spaß mit Familie oder als Solobucher.

Wir legen beim Outdoorkochen großen Wert auf…und wissen aus Erfahrung, dass es unseren Gästen auch so geht:
- Regionale Produkte
- Ausgewogenen Rezepte
- Pfiffige und kreative Küche
- Bestes Fleisch und frisches Gemüse
- Frischer Fisch aus heimischer Quell
Kosten für UNSERE Kochevents – Gäste zum Abendessen einladen
Tierwohl, Natur- und Klimaschutz auf der eigenen kleinen Ebene und echter Genuss stehen sich nicht im Wege…jedoch sind die Kosten dann eben etwas höher. Qualität kostet hier tatsächlich mehr. Um auch nichts weg zu werfen oder im Überfluss zu baden, planen wir reichlich und gut…aber nicht über die Maße. Es bleibt erfahrungsgemäß bleibt aber dafür immer genug über, um abends noch den Partner oder einen Freund zum Essen einzuladen, so dass alles verputzt werden kann. Oder es wandert in die mitgebrachten Tupperdosen und erfreut am nächsten Tage noch mal zu Hause
Wie wird Outdoorkochen oft gesehen?
Um mit vielen verschobenen Bilder aufzuräumen schauen wir aber dich mal in die Richtung wie es oft gesehen wird. Wer an Outdoorkochen denkt, hat meist zwei reichlich unvollständige Bilder vor Augen:
Der Feldkoch im Biwak..traumatische Erlebnisse von früher
Die einen erinnern sich entweder wehmütig oder fluchen beim Gedanken an Essen und an die Zeit beim Militär…Dosenfraß, Epa oder halbgare „Kocherei“ auf dem Esbitkocher. Hustend und würgend, fluchend und Essen, das eher auf Betriebsstoffzufuhr reduziert wird…Kampfkrafterhaltung statt Genuss. Da hat sich heute viel getan. Der früher als Luxus empfundene Anspruch des einfachen Obergefreiten: Es soll auch schmecken“ ist mittlerweile angekommen.
Dafür findet Outdoorkochen dort kaum mehr statt…das Wissen ist nahezu verloren gegangen. Die letzte Reservedienstleistung 2020 hat bei der Feldwebelanwärter-Weiterbildung „Leben im Felde“ auch das Outdoorkochen massiv beleuchtet….und reichlich große Augen geschaffen.
Wie bei den Guideausbildungen hat sich gezeigt, dass in den meisten Köpfen doch dieselben Anfangsbilder sind…die leider zu schnell hingenommen werden.
DAS wollen wir ändern!
- am Feuer kann man nicht richtig kochen
- keine Erfahrung im Umgang mit feldmäßigen Bedingungen (analog zu tourenmäßigen Bedingungen)
- kaum Wissen über Nahrung und Ernährung
- fehlende Feuerkunde
- kaum Materialkenntnisse

Die andere Sicht ist die der hungrigen Männer.
Halbe Sau auf Toast…oder auch „Fleisch ist mein Gemüse“. Bei vielen Outdoorkochveranstaltungen fällt auf, dass auf den Bildern oft die großen, starken Outdoormänner zu sehen sind… Kinder und Frauen sind sehr häufig wesentlich weniger oft zu sehen. Ein schönes Stück Braten ist schon was Feines, jedoch genügt das unseren Qualitätsansprüchen an Nahrung und Spaßfaktor nicht im Geringsten – für unsere Gäste wollen wir mehr :-)! Die Riesenbraten können wir auch….wir mögen aber weder Billigfleisch noch mit Riesenmengen, wo am Ende nur noch Völlerei und Wegwerfen stehen.
4×4-Reisen Guide Academy Europe
…links und rechts stehen die kleinen Zelte versteckelt im Wald bei der Trekking Guide Ausbildung…alle Zelte? Nein! Da steht ein großer Karren mit Dachzelt rum…klar, dass der neugierig macht und die Kollegen sich drum herum scharen und sich fragen, was das nun genau ist, und wieso auf dem Dach. Besonders interessiert dabei natürlich, wie sich das denn so zeigt, wenn man abends doch mal etwas angedüdelt vom Lagerfeuer kommt und dann die kleine Treppe hochmuss, oder die beiden Bewohner sich mal nachts doll liebhaben wollen..:-).
Kosten interessieren natürlich auch…ebenso wie die beiden Bewohner selber.
Nina und Sebastian…

Beide haben schon einige Km auf dem Tacho als Reisende…halb Afrika, wie die Aufkleberbatterie durchreister, afrikanischer Länder am Kotflügel ebenso beweist, wie die schönen Bilder. Dabei kommen sie beide eher ruhig und alles andere als überkandidelt, wie so mancher protzende „Offroad-Abenteurer“ daher. Fast dass man sie nötigen muss, doch mal zu erzählen…aber wenn die dann mal erzählen, ist es spannend, amüsant und vor allem merkt man: die wissen ganz genau, was sie da tun.
Wer so oft dort unterwegs war, wo es nicht ganz so einfach zu leben ist wie hier bei uns, wo staatliche Strukturen so ganz anders aussehen und die Menschen so ganz anders leben, da fühlen sich die beiden wohl.
Und wenn es dann mal nicht mit dem Brummi ist, dann radelt man eben mal durch Uganda..zum Tee oder so:-)
Was macht weite Reisen eigentlich aus?
- Freude an der Ferne
- Freude an Menschen
- Vertrauen in sich und die Welt
- Realitätssinn
- Gute Planung
- Exakte Vorbereitung
- Materialkenntnis
- Improvisationsfähigkeit
- Interkulturelle Kompetenzen
Umsicht - …….
Seminare 2022 …rund um die Themengruppe 4×4-Reisen, Radeln, Notfalltraining für Reisende, Reisesicherheit…
In Planung sind u.a. mit Nina und Sebastian derzeit Seminare zum Thema: „4×4- Gut planen und Sicher vereisen“, sowie erste kurze Radtouren bzw. ein Camp für interessierte künftige Radelreisende….hier im Lande wie auch Overseas!

Über Themen, Inhalte und Termine informieren wir euch im Januar- Newsletter 2022
Reisenden -Notfalltraining mit Wancoo Adventure
Daneben sind in Planung thematisch weiterführende Seminare mit Lukas von Wancoo Adventures in Vorbereitung. Lukas ist Gründer und Inhaber. Er handelt mit hochwertiger Ausrüstung…sein Steckenpferd sind jedoch die professsionellen Ausbauten von 4×4 -Fahrzeugen und Wohnmobilen.
Daneben planen wir Kochevents ebenso wie Messerbauseminare.
Sympathisch, praktisch, detailliert und handwerklich hervorragend. Lukas und seine Firma stellen wir euch mim kommenden Newsletter im Januar vor.
Dogtrekking Guide Academy Europe 2022
2022 wird in einem „neuen“ alten Feld neue Entwicklungen bringen…Dogtrekking geht wieder verstärkt an den Start!
Dogtrekking …auch im Winter?
Und wie man sieht, geht das auch ganz wunderbar im winterlichen Lappland…der Pfiffi hat sich den Allerwertesten nicht abgefroren und wie ein guter Guide genutzt, was er zur Verfügung hatte..:-). das musste ihm niemand anschaffen oder erklären…er war clever und eben pfiffig:-)!
Was passiert in 2022?
Mit der Zusammenarbeit mit Caro als Hundetrainerin und Unterstützung einzelner Guides, die ebenfalls Hunde haben, wollen wir in 2022 wieder erste Seminare bzw. Wochenendtouren anbieten. Sie sind derzeit in Erarbeitung und finden zeitnah auf die Seite.
Schwerpunkte werden:
A. Einsteigerseminar in Campform
Hier gehts ganz entspannt um die absoluten Basics, um schnell in die Stiefel und ins Thema zukommen, ohne unnötig Geld für unnötige „Spezialausrüstung“ auszugeben, oder sich allzu tief in die Tasche lange zu lassen. Gleichzeitig natürlich auch, um von vorhanden Erfahrungen anderer ganz schnell zu profitieren…mancher Anfangsfehler kann gut vermieden werden.
Terminplanung läuft…ganz grob gesagt wird es am Beginn der warmen Jahreszeit sein.
B. Kurztrekkingtor, z.B. im Odenwald mit ein paar Hunde-Mensch-Teams, wo wir dann unterwegs sein werden. Tagsüber trekken wir, abends genie0ßen wir unser Zeltleben.
Terminplanung wird grob im Sommer sein.
C. Personell Trainings, zum Bsp. zur Urlaubsvorbereitung als Paar oder auch als Einzelläufer…da geht jederzeit was auf Zuruf!
Mich als alten Hundefreund, der das Glück hatte, über einige Jahre einen wunderbaren Berner-Sennen/Zwergschäfermix im Dienst bei den Gebirgsjägern mitnehmen zu können, freut es um so mehr. Die zumeist positiven Erlebnisse mit einigen Hunden von Teilnehmern während der Trekking Guideausbildungen oder mit Kunden haben mich immer wieder dran denken lassen…jedoch ist jetzt mit Caro jemand am Start, der viel mehr Wissen und Erfahrung dazu mitbringt.
Und so legen wir eben auch gleich los!
Hier findet ihr Caros Selbstvorstellung zum Thema:
Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben. Mit Hunden aufgewachsen, war es mit Anfang 20 soweit und der erste eigene Hund zog bei mir ein. Das es dann gleich zwei wurden war eher Zufall als wirklich durchdacht. So kam es auch, dass ich eine Hundetrainerausbildung in München absolvierte, denn die Erziehung von zwei Welpen gleichzeitig erforderte viel Wissen und Konsequenz, die normale Hundeschule hat da nicht ausgereicht. Außerdem wollte ich mehr über das Wesen und die Erziehung von Hunden lernen.
Nachdem die erste Zeit der Erziehung vorbei war, kam der schöne Teil des Hundehalter-Daseins: Ausflüge und Urlaube. Schnell war klar, klassische Gassirunden im Park und Hotelurlaube sind nichts für mich – und auch nicht für meine Hunde.
Damals noch wohnhaft in der Nähe von München, fingen wir an die ersten Berge zu besteigen und lange Touren zu unternehmen. Von gemütlichen Wandertouren, über mehrtätiges Trekking bis hin zu Gratwanderungen haben wir viel gemeinsam erlebt. Dennoch habe ich gemerkt, es gibt noch einiges was ich lernen kann und möchte. Ich wollte mehr über die Themen Orientierung, Navigation, Outdoor-Basis Wissen, Sicherheit- und Notfallmanagement, Naturschutz und Erste-Hilfe-Outdoor lernen. Und wie plant man eigentlich eine eigene Trekking-Tour? Die Ausbildung bei der Guide-Academy hat mich sehr praxisnah in jedem Bereich so gut geschult, um sicher auf Tour gehen zu können. Jetzt bin ich Nature Walking Guide mit dem Ziel den geprüften Outdoor-Guide nächstes Jahr abzuschließen.
Jetzt bleibt noch die Sache mit dem Hund, denn immer mehr wurde klar: Die klassische Hundeausbildung und -ausrüstung reicht für Trekking Touren nicht aus. In welcher Hundeschule lernt man schon wie man seinen Hund sicher über einen Fluss bringt oder wie man sich auf einer Kuhweide verhalten soll?!
Die Anforderungen an den „Outdoor-Hund“ sind komplexer als die an einen Familienhund, die Kommandos und die Zusammenarbeit eine ganz andere – denn beherrscht der Hund die wichtigsten Kommandos, kann es ihm das Leben retten und unter Umständen auch deins. Über allem steht Vertrauen, der Hund muss sich auf seinen Menschen verlassen können und auch anders herum. Auch muss man seinen Hund kennen, einschätzen und führen können. Nur so kommt man als Mensch-Hund-Team. Neben der tollen gemeinsamen Erfahrung, baust du außerdem eine enge Bindung zu deinem Hund auf und ihr werdet ein starkes Team.
Durch meine Ausbildung bei der Guide Academy und meiner Erfahrung als Hundetrainerin sowie Event Managerin für Reisen, sind die Teilnehmer und ihre tierischen Begleiter Mittelpunkt meiner Aufgabe als Outdoor Guide für Trekking Reisen mit Hund. Die Kooperation zwischen der Guide Academy und der Hundeschule Friendly Dog bringt über 20 Jahre Outdoor Erfahrung und 10 Jahre Hundetraining zusammen und bringt euch das bei, was ihr für eure Outdooraktivitäten mit Hund wissen müsst.
Schaut einfach mal wieder vorbei…wir informieren, wenn es dazu Neuigkeiten und festgelegte Termine gibt!
Newsletter der Guide-Academy Europe
Den neuen Newsletter von der Guide Academy und Trekk-N-Guide findet ihr hier.
Viel Spaß beim Lesen und wenn ihr mögt auch danke fürs Weiterleiten.
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…………………………………………………………………………………………………
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Outdoor mit Rollstuhl
Für Outdoor mit Rollstuhl gilt für uns ab heute:
„Geht nicht, gibt es nicht“….etwas platt, aber durchaus oft dann doch genau so richtig.
Hier findet ihr einen einfachen ersten Start-Up-Artikel zum Thema. Wir haben ihn aus gutem Grund bei TREKK-N-Guide. Die Outdoor Profis geschrieben…das ist unsere Ecke für die Freizeitaktivitäten ohne Ausbildungs- oder Weiterbildungscharakter.
DOG-Trekking 2022
Mit Caro findet nun eine weitere bestausgebildete Verstärkung ins Lehrteam….für: DOG-Trekking 2022!
Sie steht für Abenteuer mit Plan, Fachkönnen und viel Spaß! Seit vielen Jahren führt sie Hunde auch draußen auf Tour ebenso, wie im Alltag und ist dafür fachlich bestens ausgebildet und geprüft.
Vom ersten Tag der Trekking Guideausbildung (GAE) 2021 aktiv mit Hund dabei, folgt sie auch den Plänen für ihren eigenen Business. Da wollen wir aber nicht vorgreifen. Wir stellen es vor, wenn es soweit ist….schon sehr bald:-)!
Wir freuen uns auf die Kooperation mit ihr und die kommenden Unternehmungen unter ihrer Leitung….für unsere Teilnehmer ein echter Reingewinn. Ihre Schwerpunkte im eigenen Business erläutert sie im Artikel im Dezember-Newsletter in eigenen Worten.
Als ausgebildete Hundetrainerin, Nature Walking Guide (GAE) und angehender Trekking Guide ist sie unser künftiger Fachinstructor für….genau: DOG-Trekking! Wir freuen uns, diese Fähigkeitslücke nun schließen und eine toughe, absolut ins Team passende Mitstreiterin dabei zu haben!
DOG-Trekkking ist eine spezielle und spannende Spielart, mit dem Hund auf Tour zu sein. Für die GAE können wir nun schrittweise besondere Workshops und mittelfristig den DOG-Trekking Guide als Weiterbildung auf neu fundierte Füße stellen. Für Trekk-N-Guide.Die Outdoorprofis sind nun fachlich fundiert geleitete Touren ab 2022 machbar. Für das Frühjahr planen wir je nach Coronalage ein erstes Camp für DOG-Trekking-Interessiert und je nach Interesse auch eine kleine Trekkingtour mit den Vierbeinern. Dabei geht es nur in kleinen Gruppen raus. Infos hierzu findet ihr ab Jahresende auf der Website.
Herzlich willkommen im Lehrteam Caro…stets gute Kunden, tolle Touren und stets gesunde Heimkehr!
Happy Trails
Schneeschuh Guide GAE und Winter Guide GAE 2022
Die Termine für Winter 2021/2022 stehen nun endlich abschließend…trotz Corona hoffen wir das Beste und werden das nun genau beobachten, ob was geht oder nicht!
Winter…das besondere Outdoorerlebnis!
Das Outdoorleben im Winter ist ein traumhaftes Erlebnis für sich und verlangt für den Privatier wie auch den Guide spezielles Können. Das Zelt richtig aufstellen, sich und die Ausrüstung trocken halten und auch bei Wind und Nässe ein Lächeln im Gesicht zu haben…das ist es, was wir den Teilnehmern und Gästen näher bringen wollen. Dazu haben wir den Kurzlehrgang „Schneeschuh Guide“ aufgestellt, der sich in 3 Modulen mit diesem tollen Thema intensiv befasst. Er ist zugleich Teil der Ausbildung „Winter Guide“, die mit der Ausbildungswoche in Schwedisch-Lappland ein einzigartiges Erlebnis bereithält.
Und die die einzige Ausbildung dieser Art am Markt ist…!
In Saltoluokta, einer der schönsten STF-Fjällstationen nehmen wir Quartier und freuen uns neben der tollen Gastfreundschaft an der blendenden Weite und der rauen Witterung Lapplands.
Winter Guide Ausbildung , Schwedisch Lappland…:
Sch….ist das kalt! Aber g….!
Das Klappern der Ski, das Klacken der Back Country Bindungen und hier und da ein grimmiges Lächeln über dem mit Eiszapfen behangenen Bart und den Mützen. SO stellen wir in der GAE uns das Abenteuer Outdoor im Winter in Lappland vor! Wohl wissend, dass uns nun, nach 3 Tagen intensiver Skiausbildung mit unserem steiermärkischen Lehrprofi Klaus die 3 Tage Ausbildungstour bevorstehen. Als alter Berggendarm, Polizeibergführer, Skilehrer und Alpinausbilder hat er sich zuvor in der Gegend auf einer Solotour im Sarek umgesehen und Christoph mit seinen vielen Touren kennt die Gegend ebenso, wie seine Westentasche.
Direkt von der warmen Fjällstation und den Hütten weg ziehen wir in langer Kolonne, jeder mit seiner Pulka an der Hüfte und hier und da noch etwas wackelig auf den langen Brettern los. Schon nach 2 Stunden haben wir den ersten Höhenzug erreicht…im gleißenden Sonnenlicht staunen wir über die (un)verfrorene Schönheit dieser kargen Landschaft.

Christoph freut sich, den Lagerplatz wieder zu finden, den er zusammen mit seinem Kumpel Spiko vor über 20 Jahren im Sommer nutzte. Allen stehet die Freude über dieses herrliche Ausbildungsabenteuer ins Gesicht geschrieben. Nach einem weiteren Stück Weg hangaufwärts verhalten wir auf einem kleinen Plateau und gehen aus dem Zuggeschirr…noch scheint die Sonne und schon bald stehen die ersten im T-Shirt bei der Arbeit, eine Schneemauer um die Zelte aufzustellen.
Nach einigen Stunden sind alle platt…das Polarleben hat es in sich:-)! Der mitgeführte Bundeswehrtruppkocher schmilzt fauchend Schnee und alle laben sich am heißen Tee. Der Kocher wird die kommenden Stunden unausgesetzt fauchen. 11 Personen und ein Hund brauchen Unmengen Schmelzwasser…Topf um Topf wird geschmolzen und sickert durch ausgedörrte Kehlen. Die Temperaturen fallen nach dem Sonnenuntergang binnen 2 Minuten um 15-18° weiter unter den Gefrierpunkt und kräftiger Wind frischt immer weiter auf.

Uns macht das aber nichts…nach guter alter Gebirgsjägerart haben wir uns einen regelrechten Schneekeller aus schweren Blöcken gebaut, mit den Skiern und einem großen Tarp abgedichtet und den Kocher hereingeholt…dort verbringen wir den zwischenzeitlich zum Sturm herangereiften Wind und freuen uns über das warme Schneehaus.
Morgens ziehen wir weiter und betreiben unterwegs Ausbildung in vielen Themen.
Der alte Trampelpfad zum 10 km entfernt liegenden Weiler B., wo Freunde von Christoph leben hat es in sich….die Pulken sind voll und schwer. Der Trail ist schmal und zieht sich kilometerlang durch schwieriges, durchschnittenes Waldgelände. Waren die meisten vor 3 Tagen noch nicht skigängig, so zeigt sich hier Klaus` hervorragendes Training: Sie schieben, ziehen und fahren mit dem ganzen Geraffel durch kniehohen Pulver abseits aller Wege, auch mal bergab wie die Großen…kaum Stürze, keine Verletzungen.

Auf dem See wieder angelangt überfällt uns ein regelrechter Schneeblizzard, der uns die letzte Wärme aus dem Hemd jagt…der Rotz gefriert an der Nase, der Hund schaut seinen Halter vorwurfsvoll an und wir alle freuen uns auf ein Quartier bei den Sami. Dort angekommen werden wir schurstracks in eine Hütte verfrachtet und machen es uns gemütlich…so oder so ähnlich muss es ausgesehen haben, als Amundsen und seine Truppe in den Hütten lagerte.

Morgens bei strahlendstem Sonnenschein marschieren wir zurück nach Salto, wo wir abends mit einem Hausdinner die Tour beenden. Am kommenden Tag widmen wir uns noch der behelfsmäßigen Ersten Hilfe unter winterlichen Bedingungen, sowie dem Bau von Schneehöhlen bevor wir den letzten Abend einläuten. Am kommenden Morgen müssen wir eine ganze Weile warten und bangen, ob wir über den See kommen…der rasende Wind ist zurück und zeigt uns, wie das hier oben läuft. Die Natur hat dann doch noch ein Einsehen und wir erreichen noch den Bus. Jedoch werden nicht alle den Flieger erreichen…aber das ist eben auch Lappland.
Teilnehmererfahrungsbericht Trainingstour im Lehrgang Trekking Guide November 2021
Hier findet ihr einen absolut klasse Artikel eines Teilnehmers vom letzten Modul diesen Jahres…viel Spaß beim Lesen
Danke vielmals Joni….der ist super geworden:-)!
Ausbildung Trekking Guide 2021 – Trainingstour im Harz
Wie jedes Jahr, wenn sich das Ausbildungsjahr dem Ende zuneigt, ist es für mich als Leiter und Gründer der GAE Zeit, den Blick kurz über die Schulter zurück zu wenden.2022 wirft seine Schatten bereits voraus und nach dem Kurs ist vor dem Kurs. Zumal im Februar noch das Wintermodul im Schnee ansteht….. 🙂
Outdoorausbildung und Corona 2021
Lady Carola hat uns einen schwierigen Start im Frühjahr beschert und uns bis heute nicht geschont. Aber toi toi toi…unsere Maßnahmen haben getragen und alle Teilnehmer haben super mitgemacht und sind gesund geblieben. Die vielen Gedanken und Abwägungen, was vertretbar ist und was nicht, waren richtig. Unser deutlich höher ausgelegtes Coronaregime hat sich bewährt! Ich danke allen dafür…ein höheres Gut als die Gesundheit gibt es derzeit nicht und somit sind für uns in der GAE alle Anstrengungen und die nervigen Unannehmlichkeiten wichtig und richtig.
Trainingstour 2021…ein geplantes Abenteuer
Wer loszieht kann so einiges erleben…unsere Teilnehmer sollen neben fundierter Ausbildung , oder besser gesagt „durch fundierte Ausbildung“ vor allem ihren Spaß und tolle Tage haben. Uns sie sollen danach sicher sein: egal was kommt, das kriegen ich gelassen hin.
Wie jedes Jahr im Herbst stapfen Team Peter und Gerrit mit den Trainees durch den dann meist schon recht frischen Harz und lassen es krachen….spannend, abwechslungsreich und interessant. Vor allem aber: REALISTISCH. Unseren Leitssatz“ Train as you guide“ meinen wir so wie er da steht.
Das Team Harz kennt sich, sie harmonieren prima und die Statements der Trainees sagen es deutlich aus: Super gemacht ….! Auch von mir: Gut gemacht Team..:-)!
„Expect the unexpected“ ist das Motto. Denn wer mit Gästen rausgeht, muss sich klar machen:
- Pläne haben manchmal nur eine kurze Halbwertszeit
- Können und Wissen sind ein Paar…das eine geht nicht ohne das andere
- Wenn Hilfe benötigt wird, sind sie meist der erste Ansprechpartner vor Ort

Was ist die Trainingstour?
Auf der Trainingstour durchlaufen die Trainees unter Realbedingungen einen fordernden Übungsparcours, auf dem sie selber erleben, was sie bereits sicher können und wo es noch der Übung bedarf. Sie ziehen in 2er Teams los, organisieren sich und kommen immer wieder an bestimmten Stellen zusammen…zu erzählen und zu lachen gibt es genug. Und die kalte Jahreszeit im späten Herbst fordert sie real.
Nach so vielen Jahren der Guideausbildung freue ich mich als Gründer der GAE, dass wir auch 2021 eine Gruppe hochmotivierter Trainees haben, die sich den durchaus nicht immer gemütlichen Forderungen der Instructors so motiviert stellen und richtig rangehen. Es ist Freude pur, zu sehen, wie ernst sie das Thema Fürsorge für Gäste, Naturschutz auf Tour und vor allem Good Leadership nehmen und genau so viel Spaß haben wir wir als Lehrteam.

Warum machen wir die Trainingstour?
Wer es nicht real ausprobiert und sich nicht unter den realen belastenden Trekkingaspekten wie Anstrengung, Wetter, Belastung, mal Unruhe oder Unsicherheit, Überraschungen und Änderungen, Störungen und dem eigenen Plan selber ausprobiert, kann nicht sicher sein, wichtige Basics zu kennen und vor allem: sicher zu können! Wer nur etwas weiß, aber es nicht sicher abrufen kann, kann weder sauber guiden, noch sicher für andere einstehen. Daher stellen wir diesen Parcours bereit und lassen sie laufen und selbstständig handeln.
Können und Erfahrung
Können resultiert nur aus Übung und Erfahrung. Dieses mit bloßem Wissen zu verwechseln, passiert am Markt leider zu häufig und daher stehen wir in der GAE uns anders auf: am Ende muss man es sicher abrufen können…unter allen Bedingungen und zu jeder Zeit. Dafür bilden wir intensiv aus.
Trekking ist mehr als mit ein paar Kumpels gemütlich draußen rumzustapfen…Vorsicht, Weitsicht und Umsicht sind die einzigen Garanten, mit gesunden Gästen rauszugehen und mit gesunden Gästen wieder heimzukommen. So, wie die meisten Unfälle mit guter Ausbildung, Aufmerksamkeit, Wollen und Können und etwas Glück gut vermeidbar sind, so ist auch die hohe Erwartung der Teilnehmer nur durch eben dies zu erreichen.
Unsere unfallfreie Statistik seit 2003, beginnend in den damaligen Trainings beim vormaligen Wildnisführerverband (IWV) und heute in der eigenen Ausbildungsreihe Second Guide- Nature Walking Guide-Trekking Guide-Wilderness Guide spricht für sich. Die kleinen Gruppen in denen wir ausbilden, der große Umfang an theoretischer und praktisch-handwerklicher Ausbildung, die häufige Wiederholung der Kernthemen und die stets präsente Arbeit der Instructors macht den Ball rund:-).

Saubere Ausbildung für sicheres Outdoorleben
Die vielen Erfahrungsjahre als Gebirgssoldat und Ausbilder bis August 2020 bieten mir als Leiter und als Verantwortlichem einen unermesslichen Fundus in Sachen Trekking….Gebirgsmärsche in der fordernden Natur der Alpen in Sommer und Winter sind die einzige Berufsausbildung, die das Thema Trekking derart reichhaltig und umfassend abbildet. Dieses auf die zivilen Tätigkeiten anzupassen und zu nutzen, bietet die Gewähr, dass in der GAE nur für die Realität des Outdoorlebens ausgebildet wird. Und nur bestens ausgebildete und erfahrene Instructors stehen vor den bewusst kleinen Gruppe, um ihr ganzes Wissen und Können aus ihrem Outdoorleben, ihren Trainings und Ausbildungen nach einem klaren Lehrplan weiterzugeben.
Die Tätigkeiten und Ausbildung als Bergwanderführer Sommer/Winter in der Steiermark und die vielen eigenen Touren bestätigen auch immer wieder:
Können kommt letztlich nur aus steter Ausbildung, Wiederholung und Übung. DAS werden wir allen Gästen und Trainees auch in 2022 wieder anbieten und umsetzen
Vielen Dank
Ich danke allen Trainees für ihr Vertrauen und dem beteiligten Lehrteam für die engagierte Mitarbeite, Zuverlässigkeit und Kreativität.
Das Trekking Guide Modul „Navigation und Tourenplanung“ im Rückspiegel
Gar nicht mal so unfreundlich, aber doch leicht harzig.
So zeigte sich das nördlichste deutsche Mittelgebirge den angehenden Trekking Guides zum Ausbildungsmodul „Orientierung und Tourenplanung“. Denn wer erwartet, dass hier nur im Konferenzraum Karten studiert werden, der irrt.
Am Freitag ging es direkt im Zentrum von Altenau los mit der Planung. Die Teilnehmer:innen bekamen UTM Koordinaten zum Camp. Also Karten raus und den schnellsten Weg gesucht. Die Wettervorhersage bestimmte den Weg, denn für 13h war ordentlich Regen angesagt. Bis dahin musste ein Unterstand stehen.

Was auch geglückt ist 😉
Den Rest des Tages wurde das Camp bauen geübt, ausnahmsweise auf der platten Wiese, und ein feiner (nicht fotogener) Linseneintopf aufgesetzt.
Am Samstag
ging es dann ans Kernthema. Von Grund auf erklärte Instructor und Waldpädagoge Peter den Teilnehmer:innen die Welt, im Sinne der Orientierung 😉 . Visuelle Unterstützung / Snack für später ist dabei unerlässlich.
Ab Mittags hatten die Teilnehmer:innen dann ausgiebig Gelegenheit, dass gelernte in die Praxis umzusetzen. Auf einer Navigationsschnitzeljagd quer durch den Harz konnte Wissen angewendet und vertieft werden. Je nach Routenwahl dauerte die Übung zwischen 2 und 4 Stunden. Den Abend ließen wir mit einem auf dem Feuer gekochten Nudelgericht ausklingen…
Am Sonntag
beschäftigte sich die Gruppe noch intensiv mit verschiedenem Kartenwerk. Von der Fliegerkarte bis zum Tourenatlass war alles dabei. Die angehenden Guides planten zum Abschluss noch den Weg vom Camp zum Parktplatz souverän als kleine Tour von 2h. Zufrieden ging es dann für alle auf die Heimreise.

An dieser Stelle ein Herzlches Dankeschön an alle Teilnehmer:innen, Peter und Christoph (als Veranstalter) für ein schönes, lehrreiches und gelungenes Wochenende! Ich für meinen Teil hatte sehr viel Spaß die ersten Kilometer für die Gruppe im Harz zu gestalten und freue mich auf die Trainingstour im November.
Gerrit

















