Das Thema Erste Hilfe Outdoor ist DAS Mittel um sich und anderen helfen zu können. DAS  Thema, dass neben Freude am realistischen Training vor allem Ernsthaftigkeit, Übung, Wiederholung und Materialbeherrschung unter Stress und Strom verlangt. Hier im Artikel geht es im Schwerpunkt mal um einen derzeit allerorten im Munde befindlichen Fall, der so im Bereich Erste Hilfe Outdoor auch nicht alltäglich ist.

Zurückgelassen und erfroren – vom eigenen Tourenpartner

Es geht um die im Januar 2025 am Großglockner von ihrem Tourenkamerad zurück gelassene Frau, die dann erfror, weswegen sich der Mann in Österreich nun vor Gericht sieht, weil eine ganze Reihe von vermeidbaren Handlungen/Unterlassungen mehr Fragen als Antworten aufwerfen.
Im Weiteren geht es einfach mal um ein paar Basisgedanken zum Thema Erste Hilfe Outdoor, da sich stetig mehr zeigt, dass es sich lohnt rechtzeitig drüber nachzudenken….“ was tue ich wenn?“ ist kein paranoider Unfug, sondern oft genug einfach die beste Lebensversicerung.

Erste Hilfe Outdoor 

Wenn wir diesen einen, schweren Vorfall zum Anlass nehmen, die Gedanken zum Thema „Erste Hilfe Outdoor“ bis hin zu “ Tod auf Tour“ mal laufen zu lassen, hat das einen einfachen Grund. Es kann jeden treffen. Es hilft nichts, sich die Dinge schön zu reden…wenn auch die allergrößte Masse von Touren und Camps ein sauberes, unspektakuläres und gesundes Ende finden:
Das Sommer 2025 hat uns dutzendfach gezeigt, wie schnell insbesondere in den Bergen (nicht nur den Alpen!) Opfer zu beklagen sind.

Erste Hilfe Outdoor heißt First Aid Wilderness in der GAE-Ausbildung

Wir nennen es aus gutem Grund First Aid Wilderness….denn da, wo manche Unfälle passieren, ganz nah noch am Ort oder nahe einer Straße, eines Weges ist es zuerst meist so, wie in der Wildnis:

  • auf sich gestellt
  • wenig Material
  • keine/kaum/späte Hilfe
  • wenig/keine Hilfeinfrastruktur
  • oft wenig bis kein  Wissen und Können bei anderen Personen  abrufbar
  • Hilferuf per Handy oft nicht machbar

Und doch zeigt sich, wie sehr eine gute und schnelle Erste Hilfe da draußen die Chancen am Berg, im Winter, solo verbessern kann. Die sog. “ Golden Hour“ verlängert sich oft, sofern der Verletzte beherzt und gut erstversorgt wurde! Gleiches gilt für Kranke. Time matters…..

In den Gesprächen mit unseren Teilnehmern lässt sich anfangs immer wieder feststellen, dass die Ernsthaftigkeit dem Thema  „Be prepared- Care für yourself first and fast“ erst geschaffen werden muss. Denn die Gewöhnung an unsere alltägliche Umgebung lässt uns gerne vergessen, dass schon 250 m hinter dem letzten Häuschen im Winter bei Dunkelheit und Nässe mit gebrochenem Knöchel liegen zu bleiben ein unschönes Ende finden kann.

Es lohnt sich, sich zu kümmern…bevor man sich kümmern muss!

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